Archiv für April 2010

Scheiß auf Kommunismus, die US-Army regelt das.

In einem mittlerweile etwas älteren Pamphlet äußert sich eine gruppe morgenthau «ideologiekritisch» zu dem «Mullahregime», «der Linken» und schlußendlich zum Eingreifen der US-Army.

«Worte ohne Antifa» werden da zusammengekratzt um das Regal mit irgendwas ohne alles zum Iran und der Herrschaft Ahmadinejads und der Mullahs sowie den Möglichen Gegenstrategien um 2 Seiten mehr zu füllen. Mit Antifa hat das nichts zu tun, das mag man den morgenthaulern zu Gute halten. Aber auch ansonsten hat das mit nichts was zu tun. Vollkommen unklar bleibt wer da nun angesprochen werden soll (wenn man von der Antifa [f] absieht) beim wem man «europäischen Friedensfundamtentalismus» festgestellt, oder besser diagnostiziert, hat. Was dann da nicht gesagt wird äußert sich in einem Schwall an Worten, dessen Verständnis wohl niemanden etwas angeht, zu Papier gebracht. Was denn da gesagt versteckt sich irgendwo zwischen dem moralisierenden Hasszeilen an irgendjemanden.

Das was da gesagt wird ist:

Aber machen wir uns nichts vor: Auch Ideologiekritik kann letztlich nicht mehr ausrichten, als all jene Ideologen ihrer unlauteren Motive zu überführen, die den Eingriff von IDF und US-Army zu verhindern trachten.

Sich keinesfalls des Eindrucks hingeben man hätte mit der Linken auch noch irgendwas zu tun scheint Ziel des Textes gewesen zu sein. Letzlich bleibt: Eine unverhohlene Kampagne für ein wenig mehr Imperialismus auf Erden. Man wünscht sich, wenn schon die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, ganz überzeugt Pest mit Cholera zu bekämpfen. Alles andere wird mit «unlauter» abgetan. Bäm. Ganz viel Getöse um nichts. Und zu guter Letzt, ratet mal wo man solch wortgewaltige Forderungen nach Panzern und westlichen Werten wünscht? Richtig: in der Jungle World.